Aquaristik

Ein Aquarium ist ökologisch gesehen ein kleiner Wassertümpel mit lichtdurchlässigen Wänden, welcher klimatischen Einflüssen und Temperaturschwankungen weitgehend entzogen ist. Leben nun in diesem "Tümpel" nur Organismen zusammen, die auf diesem relativ engen Raum dauerhaft existieren können, so stellt sich ein biologisches Gleichgewicht ein und dann darf man sagen, dass die Tiere unter natürlichen Umständen leben. Darauf kommt es an und es ist eine Grundforderung, will man die beobachteten Lebensäußerungen als für das Lebewesen charakteristisch ansehen. (nach Frömming, 1956)

Daher zeigt ein "Glas mit Süßwasser, lebenden Pflanzen und der natürlichen Tierwelt einer Handvoll Schlamm und Moder [..] dem Auge des ehrlich Suchenden, und auch demjenigen des wirklich Wissenden, mehr als manches Prachtbecken mit Marmorkies, bunten Fischen und Pflanzen." (Berndt, 1911)"

Kurzum: Aquarien sind für mich kein Möbelstück, sondern Forschungsobjekt :)

Auf diese faszinierende Reise zu den ökologischen Zusammenhängen im "See im Glase" begab ich mich ungefähr im Jahre 1999, und stehe noch heute in ihrem Bann. Besonderen Focus haben dabei mittlerweile der Unterwasserurwald sowie Crustaceaen und Mollusken erlangt.

Detail-Informationen zu den einzelnen Aquarien werden beizeiten in der Rubrik "Aquarien-Portraits" zu finden sein. Über den Beginn und den Verlauf der Infektion mit dem Aquaristik-Virus, kannst du jedoch schon heute im "Aquarientagebuch" nachlesen.


Berndt, W. (1911): Das Süß- und Seewasseraquarium. Leipzig. In: Frömming, E. (1956): Biologie der mitteleuropäischen Süßwasserschnecken. Duncker & Humblot, Berlin.