Musik

... ist für mich eine Sprache - eine, die länderübergreifend verstanden werden kann - und ermöglicht es mir rein intuitiv zu kommunizieren und sich auszudrücken, ohne dass der Verstand dabei irgendwas herausfiltert. Und es gibt dabei immer wieder soviel Neues zu entdecken!

Hier ein paar kleine Kostproben, zu 100% improvisiert:


(bitte erwartet hier nix perfekt Abgemischtes - das sind alles spontane Live-Mitschnitte diverser Jam-Sessions und ich bin in Sachen Musiknachbereitung noch nicht sooo sehr bewandert)

Entdeckt hab ich die Leidenschaft für die Musik erstmals mit etwa 8 Jahren, als mir eine Freundin die ersten Griffe auf ihrer Blockflöte zeigte. Zufällig wurde in jenem Jahr auch ein Einsteigerkurs an der VHS angeboten, in dessen Anschluß ich dann im kleinen Orchester der Grundschule mit einstieg. Im Herbst '94 wechselte ich dann zur Querflöte und nahm insg. 7 Jahre Unterricht an der lokalen Musikschule. Währenddessen spielte ich in verschiedenen kleinen Ensembles und dem jeweiligen Schulorchester und sang zwei Jahre im Schulchor mit.
Von der 9.-13. Klasse fuchste ich mich autodidaktisch in die Grundlagen des Klavierspiels ein, was im Nebeneffekt auch mein Harmonieverständnis und relatives Gehör sehr verbessert hat.

In den ersten Jahren nach dem Schulabschluß kam die Musik dann jedoch leider etwas zu kurz... Bis 2008 ein paar Studienkollegen auf mich zukamen, ob ich nicht Lust hätte gemeinsam mit ihnen in einem kleinen Ensemble zu spielen. In den gemeinsamen Proben wurde mir dann immer mehr bewußt, wie sehr mir das Musizieren in meinem Leben gefehlt hatte... Allerdings merkte ich dabei auch, wie ungern ich noch nach Noten spielte...

Während meines Praxissemesters im Winter 2008/2009 spielte ich mit meinen damaligen Arbeitskollegen in deren Band (Besetzung aus Schlagzeug, E- und Akustikgitarre, E-Bass, Gesang), was eine super Spielwiese in Sachen Improvisation war. Denn bei den meisten Songs hatten alle nur deren Text, versehen mit einzelnen Tonartenangaben vor sich.

Ende 2009 ergab es sich dann auf einer WG Feier von Freunden, dass ein paar der Gäste spontan eine Jamsession anzettelten (Gitarre, Bass, Trompete, Gesang, Beatbox), deren Musik ein derartiges Kribbeln in meinen Fingern verursachte, dass ich extra meine Flöte holte und mich dazugesellte. Anschließend wurde mehrfach gefragt, wie oft wir Musiker denn schon zusammengespielt hätten... (Ähm, das war das erste Mal?) Jedenfalls trafen wir uns daraufhin den Winter über regelmäßig um uns gemeinsam musikalisch auszutoben.

Ab dem Frühjahr 2010 ergaben sich dann Kontakte zu professionellen Berliner Musikern, über die ich zunächst regelmäßig bei Freejazz-Jamsessions und ab Juni 2010 auch beim Klezmerstammtisch Berlin mit reinschnupperte. Bei letzterem blieb ich dann hängen. V.a. weil mich diese Musik fasziniert, berührt und es gleichzeitig eine sehr schöne Gelegenheit ist, sein Repertoire gemeinsam, und nur übers Gehör zu erweitern, und sei es bei sehr virtuosen, schnellen Stücken anfangs auch "nur", eine passende Begleitung dazuzuimprovisieren. Weiterhin ist der Stammtisch natürlich auch ein Treffpunkt, an dem sich weitere Kontakte ergeben und sich neue kleine Ensembles zusammenfinden.

In der Zwischenzeit besuchte ich auch ein paar Workshops - einen Klezmereinführungsworkhop, einen zum "Üben im Flow" und zwei Fortgeschrittenenworkshops zur Improvisation im Rahmen der "Winter Edition" des "Yiddish Summer Weimar", die allesamt eine große Bereicherung waren.

Ab 2011 folgten dann immer mal wieder kleine Auftritte in Eberswalde und Umgebung, meist im Rahmen vom Musikalisch-literarischen Abend, den es mal ne Zeitlang hier an der Hochschule gab. Auch ein paar musikalische Umrahmungen einer Vernissage waren schon dabei.

2012-2014 spielte ich auch wieder mehr oder weniger regelmäßig bei "Aquaschall", der Band meiner ehem. Arbeitskollegen vom Praxissemester mit (s.o.). Mit diesen spielten wir dann u.a. Anfang 2014 bei "Guten Morgen Eberswalde" - den Mitschnitt davon gibts HIER.

Von November 2013 bis Anf. Feb 2015 nahm ich mit ein paar Unterbrechungen Geigenunterricht (Schwerpunkt Klezmer), womit ich mir einen langjährigen Traum erfüllte - die Geige meiner Uroma, die zwei Generationen schweigen mußte (keiner da, der drauf spielen konnte), wieder zum singen zu erwecken. Seit der Geburt meiner Tochter liegt diese Traum jedoch leider wieder etwas brach, da mir noch die nötige Ruhe zum Üben im Alltag fehlt. Außerdem unterrichtet mein damaliger Lehrer mittlerweile nicht mehr - und hier vor Ort wird Geige zudem meines Wissens nur klassisch unterrichtet, wozu ich keine besonders große Motivation hab... Wenn wer was anderes weiß diesbezüglich, schreibt mir sehr gern!

Seit 2013 gibt es auch in Berlin-Neukölln regelmässige Klezmersessions, im "Oblomov", unweit des Hermannplatzes. Dort bebt regelmäßig regelrecht die Hütte. Der früheren Uhrzeit wegen und damit leichterem wieder heimkommen danach (ÖPNV) spielte ich fast nur noch dort mit, und zwar fast immer, bis kurz vor der Geburt meiner Tochter. Danach war ich seither noch zweimal mit ihr da, aber nur zum Zuhören. Leider war dann v.a. die Temperatur und z.T. auch der Gesamtpegel außerhalb des ihr zumutbaren... So bleibt mir davon aktuell leider nur noch das jährliche Kleznik auf dem Tempelhofer Feld.
Wer mal fühlen will, wie die Hütte im Oblomov bebt, kann gern HIER reinlauschen.

Am 30. April 2017 wurde ich für den literarisch-musikalischen Spaziergang im Botanischen Garten Eberswalde vom Veranstalter Dowan mit Basti vernetzt (eigentlich Bassist, an jenem Tag mit Gitarre am Start) - ein musikalisches Blind-Date par excellence. Kurz eine Minute gejammt um zu schauen obs musikalisch passt - ein Volltreffer vom Feinsten! Seither musizieren wir regelmässig, recht spontan auch beim Freiwilligentag im Altenheim und auch mal beim Picknick im Park.
Paar Melodien und Akkordfolgen schwirren da grad durch unsre Köpfe, die nach weiter ausgefeilt werden schreien ;-) Bin sehr neugierig wohin uns diese Reise führt!
Meine Tochter (2J.) jedenfalls im O-Ton im botanischen Garten, nachdem wir das letzte Stück gespielt hatten: " Mama mehr Lala!! Mama mehr Lala!!" Diesen Wunsch werden wir ihr auf jeden Fall weiterhin erfüllen. :-)

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