Sammelsurium

- Großseggen, v.a. Carex acutiformis und ebenso Schilf sind ganz schön trittempfindlich. Läßt man sie jedoch mehrere Wochen in Ruhe, treiben sie wieder neu aus.

- Die Kombination aus Kratzern von Ranken des wilden Hopfens und Sonnenlicht ergibt dunkle Flecken auf der Haut, die teilweise tage- bis wochenlang brauchen um wieder zu verheilen... Gibt es hier evtl. auch von Inhaltsstoffseite ein Analogon zum Riesenbärenklau?

- Getrocknete Brennesselsamen in Robinienhonig sind ein wunderbarer Energiespender! Die Kombination mit Spitz-/Breitwegerich-Samen steht als nächstes auf der Experimentierliste

- an Hitzetagen: (z.B. Baumwoll-) T-Shirt in Wasser tränken, gut auswringen, anziehn. Hilft effektiv dabei, auch bei >35°C noch nen kühlen Kopf zu behalten.

- Regnet es nach einer längeren Trockenperiode wieder tagelang was das Zeug hält, werden die beiden hier vorkommenden Stechmückenarten (konnte sie leider noch nicht näher bestimmen... Hat wer Tips?) richtig aggressiv... Aber musikalisch sind sie, das muß man ihnen lassen. Jedenfalls verwebte sich ihr zweistimmiges Ständchen letzte Nacht (bei ca 15°C) mit den Trommelwirbeln des Regens auf meinem Tarp zu einem harmonischen Ganzen...
Um dann trotz des Konzertgenusses aber nicht jeden Morgen mit geschwollenem weil mückenzerstochenem Mund aufzuwachen, will ich in den nächsten Tagen mal die vertreibende Wirkung von Rainfarn ausprobieren, von der ich neulich las (D. Hentschel 2002: Eßbare Wildbeeren und Wildpflanzen, Kosmos, S.108).

- Durch die ausgeprägte Trockenheit im Juli nahmen die Stechmückenpopulationen für wenige Wochen rapide ab und erholten sich erst langsam wieder so ab Ende August, nach den ausgeprägten Regenfällen, durch die der Grundwasserstand von zuvor geschätzt 1m unter Flur wieder auf ca 15cm unter Flur anstieg (es gab dann jedes Mal nasse Fußsohlen)
Erklärungshypothese: Nach meinen Internetrecherchen kann man Stechmücken in 2 große Gruppen einteilen - die einen legen ihre Eier direkt ins Wasser ab, die anderen dagegen in feuchtem Schlamm im Überschwemmungsbereich von Gewässern (v.a. Aedes-Arten). Die Entwässerungsgräben sind nur gefüllt bei einem Grundwasserflurstand von max. ca 50cm. Stechmückeneier der zweiten Gruppe können im Schlamm länger überdauern als die Lebenszeit der Imagines beträgt. Letztere sind während längerer Trockenperioden irgedwann alle tot, so daß währenddessen kaum noch welche auf der Suche nach Warmblütern umherfliegen. Steigt der Grundwasserspiegel später wieder an, nimmt die Zahl der Imagines erst zeitversetzt wieder zu, in Abhängigkeit von der Entwicklungsdauer der Larven.

- Ab Mitte August war die Umgebung des Lagerplatzes binnen paar Tagen besiedelt von einer großen Zahl an Radnetzspinnen, v.a. Kreuzspinnen. Diese Phase dauerte an bis ca Mitte/Ende September.

- Ende Juli / Anfang August blühte die Orchideen-Art am Lagerplatz, sie entpuppte sich dadurch als Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine), deren Individuen am selben Ort verdächtig oft wie auf einer Linie angeordnet sind... => Zusätzlich vegetative Vermehrung via unterirdischer Ausläufer/Rhizome?
Gleiches Phänomen beobachtet am Westrand des Steigerwalds (auf Gipskeuper), wo sie hauptsächlich wegrandbegleitend wuchs.