Was in der Zwischenzeit (4.-6. Woche) geschah (Entwurf)

- am 30. Mai zogen nun auch die jungen Enten und Gänse auf dem Hof ein. Sie werden hier eine schöne Zeit verbringen bis ca Anfang Dezember, wenn es wieder weihnachtet und so einige Mitmenschen Heißhunger auf Braten entwickeln... Vorbestellt sind sie in diesem Jahr alle schon seit Januar (so früh wie noch nie bisher)
Sie waren die erste Woche hier nur im Stall, seit Montag bekommen sie jedoch schon täglich mehrstündigen Freigang auf dem Innenhof und bald, wenn sie groß genug sind, dürfen sie tagsüber ganz raus, auf die Weide.

- Die kleinen Kaninchen hoppeln mittlerweile auch schon flink um ihre Mutter herum, beim Füttern muß man seither ganz schön aufpassen, dass sie nicht ausbüchsen...

- Seit knapp 2 Wochen sind die beiden Glucken mit ihrer Kükenschaar ebenfalls auf dem Hof unterwegs, turnen auf dem Misthaufen herum, die Küken sind putzmunter, bekommen schon die ersten echten Federn und nehmen alles ganz genau unter die Lupe.

- Die zwei kleinen, nun etwa 10 Wochen alten Katzenkinder (Minka und Mohrchen) durften mittlerweile auch schon auf dem Hof herumturnen; jedoch meinte Minka am Montag auf die große Birke raufklettern zu müssen - das Taubennest weiter oben war wohl zu verlockend. Doch der genau deswegen angebrachte Stammschutz (aus Pappe) wurde ihr zum Verhängnis. Denn er entpuppte sich für sie als Einbahnstraße als sie wieder herunterklettern wollte. Ich kam ganz kurz davor gerade erst aus dem Haus heraus und just in dem Moment als ich realisierte, woher ihr Hilfeschrei-Maunzen kam, sah ich sie auch schon fallen... Leider schaffte sie es nicht nach Katzenmanier auf ihren Pfoten zu landen, sondern prallte mit dem Kopf zuerst auf den gepflasterten Boden... Und lag zusammengekrümmt und zitternd da. Wir sind sofort zum Tierarzt: Diagnose Schädel-Hirntrauma und der behielt sie auch gleich da über Nacht. Am nächsten Tag durfte sie wieder heim, sie hat sich wieder etwas aufgerappelt, allerdings noch starke Gleichgewichtsstörungen und kann kaum gerade laufen. Ich hoffe das beste für sie...

- Am Himmelfahrtsfreitag begann die Erdbeerernte. D.h. frühs gehts nach dem Spargelstechen erstmal noch in die Erdbeeren, sprich 1100m nach vollreifen Früchten absuchen...

- Letzte Woche haben wir auch eine erste Charge Holunderblütengelee und -Saft angesetzt. Ist lecker geworden.

- Seit der letzten Maiwoche hab ich nun auch nen Schreibtisch auf dem Heuboden. :)

- Seit Mitte Mai gehört Jäten zum täglichen "Vormittagsblock". Leider heißt das aktuell auch, dass ich beim Versorgen der Tiere frühs erstmal nicht mehr dabei bin. Allerdings hat die Jäterei auch durchaus ihre positiven Seiten: nämlich ganz viele kleine wichtige Nebenbeibeobachtungen - wie sich die Artenzusammensetzung beim Wildgemüse kleinräumig ganz schön schnell ändern kann und wie sich die ganzen Jungpflanzen entwickeln, wie stark ausgerupftes Wildgemüse binnen 1-2 Tagen an der Sonne zusammenschrumpft, wie die Wurzeln der einzelnen Pflanzenarten aussehen (z.B. Pfahl- vs. Flach- und Herzwurzler, Rhizompflanzen)... Man kann zwischendurch mal wieder bissl Wildgemüse futtern und hat nebenbei auch ganz viel Zeit um über Gott und die Welt nachzudenken...

- Letzten Donnerstag erfuhr ich zufällig, dass der Vertrag meiner Kollegin Adriane Ende nächster Woche ausläuft... Schade...